Kammerchor Crailsheim

Chor and More

Vorschau auf Konzert mit Symphonieorchester

12.09.10 (Allgemein)

Litomyšler Symphonieorchester

Sonntag, 5. Dezember 2010, 19.30 Uhr, Hirtenwiesenhalle

Mit Solisten und dem Kammerchor Crailsheim.

Die Dirigentin des Kammerchors ist die Crailsheimerin Bettina K

artak. Nach dem Abitur am ASG studierte sie Kirchenmusik in Nürnberg. Sie ist als Chorleiterin und Klavierpädagogin tätig. Den Kammerchor Crailsheim formte sie zu einem kleinen aber sehr feinen und flexiblen Chor mit einem sehr ausgewogenen Chorklang.
Dirigent Jan Šula leitet das Symphonieorchester in Litomyšl seit 1999. Seither hat das Orchester ca. 120 sowohl symphonische- als auch kammermusikalische Konzerte gegeben. In seiner Freizeit ist er auch als Schriftsteller tätig und beschäftigt sich in seinen Werken insbesondere mit der Geschichte der tschechischen Musik.
Gabriela Pechmannová (Sopran) lehrt am Konservatorium in Pilsen (Tschechien). Ihr umfangreiches Repertoire schließt die bedeutendste Opernliteratur vom Barock bis zum 20. Jahrhundert ein. Darüber hinaus widmet sie sich der geistlichen Musik und dem Liedgesang.
Karla Vondrušková (Alt) studierte Gesang am Konservatorium in Pardubice und an der Universität Hradec Králové, beide in Ostböhmen. Trotz ihres noch jungen Alters kann sie zahlreiche und erfolgreiche Soloauftritte mit namhaften Chören und Orchestern in der Tschechischen Republik vorweisen.
Václav Boštík (Tenor) studierte Gesang am Konservatorium in Pardubice. Mit seinem vielseitigen Repertoire gastierte er bereits in mehreren Ländern Europas, sowie in China.
Leoš Krejčí (Bass) studierte Gesang am Konservatorium in Brünn (Mähren) und in der Hauptstadt Bratislava. Momentan
verfeinert er an der Kunstakademie in Prag seine zahlreichen Soloengagements für verschiedene Opernrollen. Er war bereits mit verschiedenen professionellen Prager Chören im europäischen Ausland, sowie auch in Japan und in China zu Gast.

Programm

• Concerto grosso Nr. 10
Arcangelo Corelli (1653–1713)

• Sinfonia in A-Dur
Jan Zach (1699–1773)

• Konzert Es-Dur für 2 Klarinetten und Orchester
Georg Ph. Telemann (1681–1767)

• Sinfonie D-Dur Nr. 1 (Lukavická)
Joseph Haydn (1732–1809)

• Böhmische Hirtenmesse für Soli, Chor und Orchester
Jan Jakub Ryba (1765–1815)

Jan Jakub Ryba war einer der gelehrtesten Kantoren seiner Zeit. In seiner Arbeit „Anfängliche und allgemeine Fundamente zu aller Musikkunst“ legte er die Grundlagen der tschechischen Musikterminologie. Sein kompositorisches Schaffen schließt in großer Anzahl Lieder, Arien und vielfältigste Kompositionen für verschiedene Instrumente (Sonaten, Variationen,  Menuette, Duette, Quartette, Konzerte, Symphonien u.a.) ein. Er verlieh besonders der ästhetischen Seite der Musik großen Nachdruck und bemühte sich stets, den Zuhörer anzusprechen.

Vom Vermächtnis dieses führenden Vertreters der Musiktradition tschechischer Kantoren ist lange Zeit nur ein kleiner Teil seines umfangreichen Schaffens lebendig geblieben. Erst nach dem November 1989 begann man in seinem Heimatland, sein Schaffen wieder zu entdecken und ans Tageslicht zu holen.

Einem seiner Werke konnten aber selbst größte politische Repressalien nichts anhaben. Die im Jahr 1796 entstandene Böhmische Hirtenmesse erfreut sich in seinem Heimatland größter Popularität und Beliebtheit und ist selbst in den Jahren kommunistischer Unterdrückung regelmäßig in den Weihnachtsgottesdiensten aufgeführt worden. Sie ist auch heute in Böhmen „die“ Weihnachtsmesse schlecht hin. In Prag trifft sich regelmäßig kurz vor dem Heiligen Abend die musikliebende Bevölkerung auf der Kampa-Insel, um dort diese volkstümliche Messe im Freien zu singen und zu musizieren.

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