Kammerchor Crailsheim

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Konzert mit Stadtkapelle zum Kirchenjubiläum

28.04.17 (Allgemein)

Crailsheim

Feierliches zum Kirchenjubiläum

Zum Abschluss des Veranstaltungsreigens zu „50 Jahre Bonifatius-Kirche“ gab’s ein geistliches Konzert der Crailsheimer Stadtkapelle.

Ralf Snurawa |  
Die Crailsheimer Stadtkapelle, der Crailsheimer Kammerchor und der katholische Kirchenchor gestalteten das geistliche Konzert in der Bonifatiuskirche.  Foto:  Ralf Snurawa

Ein „wunderbares Jubiläumsgeschenk“ nannte Pfarrer Franz-Josef Konarkowski das Konzert der Stadtkapelle, des katholischen Kirchenchors und des Crailsheimer Kammerchors zusammen mit einigen Projektsängern am Sonntag zum 50-jährigen Bestehen der Bonifatiuskirche. Zahlreiche Zuhörer hatten den Weg dorthin gefunden. Im Zentrum des Konzerts stand Jacob de Haans gesanglich sehr ruhig gehaltene „Missa brevis“, die dieser ganz in tonaler Tradition 2002 komponiert hatte. Organist und Chorleiter Rupert Herrmann hatte auf der Orgel mit Flor Peteers‘ „Festival Voluntary“ heiter-festliche Töne vorausgeschickt.

Zum Klingen gebracht

Danach reihte er sich wie auch einige Mitglieder der Stadtkapellen unter die Chorsänger ein, die zusammen mit der aus akustischen Gründen verkleinerten Stadtkapelle unter der Leitung von Musikdirektor Franz Matysiak de ­Haans Werk zum Klingen brachten. Klanglich sehr ausgewogen wurde mit dem „Kyrie eleison“ eröffnet. Majestätisch ruhige Klänge waren – wie auch im „Gloria“ – bestimmend. Schön gelang dann die dunkle und weiche Färbung des „Miserere nobis“. Ausgesprochen gesanglich war der „Credo“-Teil gehalten. Besonders beim „Et incarnatus est“ waren die Holzbläsertöne bestimmend, während die Blechbläser für einen abgerundeten Klang sorgten.

Hingebungsvoll gesungen folgte das „Sanctus“. Eine sich mehr und mehr steigernde Klangintensität verliehen Chor und die sich mit ihm abwechselnde Solo-Oboe dem „Benedictus“-Teil, der in festlichen „Hosanna in excelsis“-Ausrufen mündete. Das beschließende „Agnus Dei“, das am Konzertende als zweite Zugabe nochmals erklang, gelang den Ausführenden wunderbar bittend im Ton. Der Chor wurde dabei von einem warmen und innigen Bläserklang getragen. Einen Nachklang auf Chorstimmen gab die Stadtkapelle mit Eric Whitacres „Lux Aurumque“ sanft geatmet. Die letzten drei Werke des Konzerts boten – darauf wies Matysiak hin – einen Ausblick auf den Blasorchester-Wettbewerb in Riva. Dort hatte die Crailsheimer Stadtkapelle 2015 in der ersten Kategorie einen zweiten Platz errungen, den man verteidigen und nach Möglichkeit übertreffen wolle. Zur Eröffnung werde man den Ausschnitt aus Hermann Pallhubers „Momentum Profectionis“ spielen, in dem der Choral „Christ fuhr gen Himmel“ zititert wird. In der Bonifatiuskirche klang es hymnisch, gefolgt von Alessandro Vasellas „Britannia“, dem Pflichtstück beim Wettbewerb.

Die Musiker betonten zu Vasellas sinfonischer Dichtung den erzählerischen Tonfall sehr schön. Die Gegenüberstellung von kantablen Tönen und scherzoartig lebhaften gelang genauso gut wie danach zu Philip Sparkes „Music for a Festival“.

In Sparkes Komposition konnten außerdem die Solisten auf Klarinetten, Oboe und Fagott überzeugen. Das zarte Tönen im gesanglichen Mittelteil kontrastierte stark zu den schnellen, mit Drive und gekonnt gespielten Figurationen der einschließenden Abschnitte, denen die nötige Brillanz verliehen wurde. Als Zugabe nach lang anhaltendem Beifall vor der Wiederholung des „Agnus Dei“ bot die Stadtkapelle noch ein sehr innig gespieltes „Hine e Hine“ aus Neuseeland.

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